Kohlenwasserstoffe, Kaltreiniger

Paraffine beinhalten gerade, verzweigte oder ringförmige Alkane; sie sind aliphatisch im Gegensatz zu den Aromaten. Die Anzahl der Kohlenstoffe in paraffinischen Lösemittel-Molekülen bewegen sich typischerweise zwischen 10 und 14. Paraffine haben einen sehr geringen aromatischen Anteil, einen engen Flammpunkt-Bereich, eine höhere Lösekraft und sie sind teurer. Sie werden typischerweise eingesetzt, wenn ein Wasserkontakt mit den Teilen nicht erwünscht ist. Reinigung mit Eröl-Destillaten ist einfach, kostengünstig, und erfordert in Situationen in denen keine hohe Reinigungsqualität erforderlich ist, lediglich eine Ein-Schritt-Reinigung. Kohlenwasserstoffe haben eine hohe Lösekraft für viele schlecht zu reinigende organische Verschmutzungen, inklusive schwere Öle und Fette, Teer und eingetrocknete Wachse. Zudem haben sie eine geringe Oberflächenspannung, die es ihnen möglich macht in kleine Zwischenräume einzudringen und diese zu reinigen. Da kein Wasser im Spiel ist, gibt es auch keine Korrosion durch Feuchtigkeit und es kann auch kein Wasser in Höhlungen eingeschlossen werden. Verschiedene Feinreinigungen sind am effektivsten mit Kohlenwasserstoffen. Es wird kein Abwasser produziert und die Lösemittel lassen sich per Destillation recyceln.

Kohlenwasserstoffe können Spuren oder größere Anteile an Aromaten enthalten, die krebserregend sein können.
Die Alkane selbst verursachen Kontakt-Dermatitis, Beeinträchtigungen des Zentral-Nerven Systems und Fötus Probleme. N-Hexan hat einen besonderen neurotoxischen Effekt.
Außerdem muß auf die Minimierung der Verdunstungsverluste geachtet werden (VOC-Richtlinie).

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